Akademisierung der Logopädie: Stand und Perspektiven (Folge 27)
Zu Gast: Dietlinde Schrey-Dern
20.09.2026 39 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge - nach der kleinen August-Sommerpause - sprechen wir darüber, warum die Therapieberufe in Deutschland traditionell an Berufsfachschulen ausgebildet werden, während ihre Ausbildung in vielen anderen europäischen Ländern an Hochschulen verankert ist.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Chancen und Herausforderungen der hochschulischen Ausbildung und Akademisierung der Gesundheitsfachberufe. Welche Impulse kann sie für die interprofessionelle Zusammenarbeit in Lehre und Versorgung geben – und welche neuen Möglichkeiten entstehen dadurch für die gemeinsame Gestaltung zukünftiger Gesundheitsversorgung?
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Transkript
Dialogo der Logopädie Podcast
des Gesundheitscampus Göttingen.
Herzlich Willkommen beim
Göttinger Dialogo.
Wir sind Maren und Mira und
schauen heute auf das Thema
Berufsgesetz und Akademisierung
in der Logopädie.
Dafür haben wir Dietlinde Schrey-Dern
bei uns zu Gast.
Sie ist Logopädin, ehemalige
Präsidentin des DBL und
Sprecherin des AK
Berufsgesetzes, also Expertin in
dem Bereich, worüber wir heute
sprechen möchten, und wir freuen
uns, dass du da bist.
Magst du unseren Zuhörenden, die
dich vielleicht noch nicht
kennen, einmal kurz vorstellen
und n bisschen erzählen, wer du
bist und was du so machst?
Ja.
Aber das ist in Kürze immer so n
bisschen schwierig zu erzählen.
Also ich hab ja eine Geschichte
mit der Logopädie, die dadurch
gekennzeichnet ist, dass ich als
Umschülerin zur Logopädie
gekommen bin.
Damals gab es Lehrerschwämme
kann man sich heute gar nicht
mehr vorstellen, aber das war in
den 80er Jahren so und ganz
viele meiner Kollegen,
Kolleginnen haben wie ich eine
Umschulung gemacht, also ich
hatte zum Beispiel in meinem
Team auch 2 Kollegen, die haben
ne Umschulung gemacht als
gelernte Lehrkräfte.
So und über die Logopädie bin
ich gestolpert.
Im Rahmen der neunten
Jahrestagung der Gesellschaft
für Angewandte Linguistik in
Köln.
Jeck ne also ist wirklich total
irre, und da hat man mir im in
einem Workshop zur
Aphasietherapie, wo ich gesehen
hab, wie man mit aphasischen
Patienten arbeitet, gesagt, ja,
wenn du das machen willst,
Linda, dann musst du ne
Ausbildung zur Logopädin machen.
Und so bin ich zur Logopädie
gekommen und dann eben halt auch
zur Ausbildung und hab in der
Ausbildung.
Ich erzähl das deswegen, weil
ich hab ja Staatsexamen 1.2.
Gymnasiallehramt gemacht, in
Französisch und
Erziehungswissenschaften, und
ich hab sofort gemerkt, während
der Ausbildung schon, boah, das
ist jetzt hier aber sehr
ambitioniert und anstrengend und
auch fordernd.
Warum wird sowas an der
Berufsfachschule eigentlich
vermittelt?
Da fehlt doch was.
Also wir hatten auch das Glück
in Aachen, dass wir eine
richtige, Ich weiß gar nicht
Corona an an.
An Wissenschaftlern hatten die
mit uns die unterschiedlichen
Unterrichte gemacht haben, ja
und die dadurch, dass die damals
ja auch immer noch so in den in
der Endphase der Fertigstellung
des Aachener Aphasietests waren.
In einer ganz anderen Weise
drauf waren und ich fand das
total spannend, also nicht alle
aus meinem Kurs fanden das so
spannend.
Wie muss ich dazu sagen, aber
aber ich fand das einfach irre
und dann hab ich gedacht, Alter,
das ist hier irgendwie nicht
richtig platziert und in dieser
Meinung hab ich dann im Grunde
genommen eigentlich die Meinung
hat dann auch Luise Springer mit
mir geteilt, die ja schon damals
die die Ausbildungseinrichtung
geleitet hat und die mich dann
auch ins Team geholt hat und das
ist unser.
Gemeinsames Thema geworden also
dafür kämpfen, dass die
Ausbildung an die Hochschule
kommt, sich dafür einsetzen,
dass es diesen ersten
Studiengang in Aachen gegeben
hat, der ja 9192 im
Wintersemester gestartet hat.
Boah, das war es war schon eine
Herausforderung, und ich muss
mal so sagen, ohne den Walter
Huber, der ja immer auch schon
damals zum interdisziplinären
Team gehört hat und auch den
Test mit.
Aufgebaut, evaluiert, hat ohne
den Walter Huber wäre das
erstmal so nicht zustande
gekommen, einfach weil der sich
als Prof.
Engagiert hat, dass dieser
Studiengang zustande kommt, denn
das brauchst du ja, du musst ja
nun Hochschullehrer haben, der
das irgendwie mit verantwortet,
da waren wir ja doch ein
bisschen minderbemittelt, so
ohne entsprechende
Qualifikation, ne, also ich war,
ich war ja auch nicht promoviert
oder so, Luise hatte überhaupt
hatte.
In Anführungszeichen nur
berufsfachschulabschluss ja,
aber immer mitgemischt und
mitgearbeitet.
Was ich übrigens faszinierend
gefunden hab, wie sie das
gemacht hat, also die hat sich
nicht die Butter vom Brot nehmen
lassen, das hat mich immer schon
immer schon fasziniert und das
ist glaub ich von Beginn an mein
Thema gewesen, fanden auch
einige aus meinem Poor's und
auch andere Kollegen Kolleginnen
immer so n bisschen abgedreht,
hör mal, sind wir denen nicht
gut genug, darum geht es gar
nicht, es ging mir wirklich um
um diesen Beruf.
Und die Anforderungen und die
der stellt an an mich als
Therapeutin auch.
Das haben übrigens viele
verwechselt, wir waren damals
verschrien, wirklich, ach das
sind die linguistisch Getränke,
die sind theoretisch, die sind
nicht praktisch, ganz fern
davon, also die Ausbildung, die
war dermaßen praxisorientiert,
unsere die Supervisionen die die
ich.
Durchlebt und manchmal auch
durchlitten habe als Studie.
Die waren schon sehr anstrengend
und herausfordernd und wir haben
unglaublich viel
Selbsterfahrung,
Gesprächsführung gemacht, was
haben wir alles für
psychotherapeutische Techniken
kennengelernt, auch das fand ich
spektakulär irgendwie, also dass
man das von einem von einer
Berufsfachschülerin erwartet,
so, ja ja ich mir so nicht
vorgestellt, also es war sowohl
in.
Ich sag mal, in inhaltlicher,
theoretischer Hinsicht sehr
schon von vornherein sehr, sehr
ambitioniert, sehr fordernd,
aber eben halt auch in
therapeutischer Hinsicht.
Also es war nicht ohne.
Ja, ja, also das heißt deine,
deine Ambition, dein Brennen für
das Thema Hochschulische
Ausbildung und Akademisierung
hast ja tatsächlich einfach
schon quasi mit dem Start in der
Ausbildung begonnen.
Es hat sich nicht erst über die
Jahre entwickelt.
Wollen wir die Begrifflichkeiten
hochschulischer, Ausbildung,
Akademisierung, vielleicht noch
mal so ein bisschen klar
kriegen, also sie werden ja
synonym verwendet, aber es gibt
da ja doch auch Tendenzen, nicht
für oder die andere Richtung.
Wie stehst du dazu?
Also Akademisierung hat einen
auf politischer Ebene einen
deutlichen.
Wie soll ich mal sagen,
Beigeschmack, die wollen nach
oben, wird damit assoziiert und
dann ist das toll.
Ist relativ schlicht.
Ich selber sage, wir waren schon
immer auf der völlig falschen
Ebene und wir werden ja schon so
lange auch auf
Berufsfachschulebene in
wissenschaftlicher Hinsicht
qualifiziert und lernen
bestimmte Kompetenzen, die
eigentlich auch deutlich über
diese Ebene hinausgehen, dass
wir eigentlich mit einer
hochschulischen Ausbildung nur
das richtigstellen, was.
Im Moment falsch, liegt ne und
deswegen kann es eigentlich nur
um ne um die Forderung gehen ne
hochschulische Ausbildung in dem
Bereich durchzusetzen, damit wir
die Versorgung, wir sollen
evidenzbasiert arbeiten von uns
wird erwartet, dass wir die
Wirksamkeit unserer Therapie
belegen.
Ja meine Güte,
wissenschaftlicher kann man das
ja gar nicht zum Ausdruck
bringen, was von uns erwartet
wird, so und dann muss die
Ausbildung dem.
Dem auch entsprechen und in der
Lage sein, diese Kompetenzen zu
vermitteln.
Ja, und das da ist die
Berufsfachschulebene greift da
zu kurz, ja, das kriegt man
nicht hin, ich weiß, ich hab als
Lehrkraft auch.
Alles Mögliche probiert.
Wir haben viele Konzepte auf den
Weg gebracht, um Grundlagen
selbständigen wissenschaftlichen
Arbeiten zu vermitteln.
Wir hatten ja in Aachen immer
und andere Lehranstalten haben
das ja auch gemacht, immer
Projektarbeiten, das sind im
Grunde genommen vom Kern her,
würde man so sagen, wenn man
sich die arbeiten heute anguckt,
sie sind Bachelor arbeiten
gewesen, ja.
Ne, da wurden da wurden
Diagnostik verfahren entwickelt
und überprüft, da wurden
Therapiemethoden ausprobiert,
evaluiert, in den für
unterschiedliche Störungsgebiete
und Patientengruppen.
Also das ist das ist alles schon
da und deswegen wird eigentlich.
Das ist auch mein Credo.
Nur das richtig gestellt, was
1980 leider Gottes in die auf
die falsche Ebene gelaufen ist,
obwohl die Kollegen ja das schon
damals gefördert hatten, ne,
also Abitur als
Eingangsvoraussetzung, wenn wir
das von vornherein gehabt
hätten, dann wäre der Übergang
in eine hochschulische
Ausbildung sehr viel einfacher
für uns geworden, aber das hat
die Politik damals einem.
Bildungspolitischen Ziel
geopfert das muss man sich mal
vorstellen, Berufsgesetz danach
auch so zu gestalten, dass
bildungspolitische Ziele wie
Chancengleichheit,
Durchlässigkeit des mittleren
Bildungswesens erreicht werden.
Was ist das für ein Quatsch?
Das ist ein generelles Ziel, ich
finde es super, ich muss ganz
ehrlich sagen, ich finde das
super, dass das verfolgt worden
ist, aber doch nicht für einen
speziellen Beruf.
Das ist doch Unsinn.
Ja, und da ist eine ganze Menge
falsch gelaufen, direkt von
vornherein, und ich bin
eigentlich nicht müde geworden,
also auch gegenüber den
Kollegen, das entsprechend zu
vertreten und zu vermitteln und
habe ja im Laufe der langen
Verbandsjahre auch eigentlich
immer mehr Mitstreiterinnen
bekommen und fühle mich jetzt in
der Zwischenzeit auch.
Auch so durch die Entwicklung
bestätigt.
Das muss man einfach sagen, weil
aus den Reihen der eigenen
Berufsgruppe ist da auf einmal
auch ein Fundament, auch im
Bereich der Studiengänge
entstanden, das finde ich toll.
Also es fasziniert mich zu
sehen, wie viele
Bachelorstudiengänge im Angebot
sind.
Es fasziniert mich zu sehen, wie
sich die Masterstudiengänge
entwickelt haben, die haben sich
quasi im Laufe von 3 Jahren
verdoppelt.
Das Angebot, das finde ich, das
finde ich toll, und das kommt
aus unseren Reihen und das macht
mich echt stolz, da denke ich
dann super.
Da mache ich mir keine Angst.
So um die weitere Entwicklung.
Ja, weil das, wenn wenn die
Kollegen Kolleginnen da jetzt
nicht so in den letzten 20
Jahren so geackert hätten und
mitgegangen wären, dann wären
wir nicht da, wo wir jetzt sind.
Also da hat die Realität, muss
ich mal ganz offen sagen, die
Realität hat diese kümmerliche
Förderung des Wissenschaftsrates
10 bis 20% reichen aus.
Hochschulisch ausgebildet zu
sagen, er hat die Realität
komplett überholt, komplett, ja,
na das, das ist einfach so.
Ja, vielen Dank für diesen
kurzen oder auch längeren
Abriss.
Das ist ja auf jeden Fall aus
der Thematik, die sicherlich
einige Jahre auch schon läuft
und dementsprechend recht
komplex ist.
Wir schauen ja immer so ein
bisschen auf das Thema
Interprofessionalität, weil das
natürlich bei uns am Studiengang
am Gesundheitscampus in
Göttingen.
Auch eine Riesenrolle spielt,
weil der ganze Studiengang ja
interprofessionell ausgelegt
ist.
Was würdest du sagen, welche
Chancen und vielleicht auch
Herausforderungen hat dann die
hochschulische Ausbildung auf
die interprofessionelle
Zusammenarbeit in der Lehre und
vielleicht dann auch später in
der Versorgung?
Also ich sehe natürlich eine
sehr große Chance da drin, dass
man.
Quasi auch auf Hochschulebene.
Dann lernt Interprofessionell zu
arbeiten, weil ich glaube, ohne
ohne diese interprofessionelle
Zusammenarbeit entwickelt sich
im Grunde genommen die
Versorgung nicht mehr vernünftig
weiter.
Also dieses rein auf das eigene
Fachbezogene denken, ja, das ist
nicht mehr angesagt, und ich
meine damit eben halt nicht nur.
Den therapeutischen Bereich.
Ich mein damit auch die
Mediziner zum Beispiel oder
Psychotherapeuten, im Grunde
genommen alle, die in
irgendeiner Form im Bereich des
Gesundheitswesens an der
Versorgung der Patienten
beteiligt sind.
Alle meine ich mit
Interprofessionell, und zwar auf
Augenhöhe, und damit das
gelingt, kann das im Grunde
genommen, also wird uns die
hochschulische Ausbildung.
Ne Grundlage dafür geben, weil
das hat auch was mit Akzeptanz
zu tun und Wertschätzung, ja all
das, was die Kollegen,
Kolleginnen auch vor Ort immer
wieder erlitten haben, ist die
Geringschätzung oder Abwertung
dessen, was sie tatsächlich
schon auch anbieten.
Es ist ja nicht so, als hätten
sie.
Jetzt nicht die hinreichende
Kompetenz qua ihrer zahlreichen
Fortbildung.
Also ich, ich kenne keine keinen
Beruf, der so Fortbildungswütig
ist wie den unseren und der so
in in ja, es ist echt so, finde
ich toll.
Auch durchaus Interprofessionell
gedacht und ich glaub das ist
die Chance die wir haben, also
auch im Kontext jetzt zum
Beispiel mit Physiotherapie und
Ergotherapie, dass wir hier
quasi wieso ne Art
Therapieschiene bilden und
sagen, hör mal, wir haben hier
was zu sagen, wir haben unser
Schärflein beizutragen zu einer
angemessenen Versorgung von
Patienten, weil.
Die Patienten sind multimorbid.
Die haben nicht nur ein Ding, ja
ich mein, ich erleb es jetzt
gerade selber im eigenen Bereich
aber ist n anderes Thema, nur es
wäre fatal diese Chance zu
vergeben.
Sie muss Teil der Ausbildung
sein, sieht man an, auch an
unserer Vorlage im Arbeitskreis
Berufsgesetz, da macht die
Interprofessionalität ist da
auch ein Inhaltsblock, wenn man
so will.
Und ich glaube, die Chance, sich
jetzt hier im Bereich des
Gesundheitswesens entsprechend
zu platzieren und seinen
Anspruch zu äußern, die wird
durch den Zusammenschluss
eigentlich der Therapie Berufe
noch größer werden.
So ähnlich, so n bisschen
vergleiche ich das mal mit dem
AK berufsgesetz Wir haben als
Logopädin am Anfang versucht,
alleine.
Alleine die hochschulische
Ausbildung durchzusetzen und
erst eigentlich auf Ebene des AK
Berufsgesetz, wo alle mit im
Boot sind, alle das finde ich
irre.
Nach wie vor sind die alle mit
an Bord, egal ob Berufsverbände,
Hochschulverbund,
Berufsfachschulen, Studierende,
alle sind mit an Bord und sind
an Bord geblieben, nur so haben
wir eine Chance und wir
überraschen immer wieder neu,
auch die Politik mit unserer
Geschlossenheit und ich glaube
im Gesundheitswesen wäre das
tatsächlich auch ein Pfund.
Ist n ganz n ganz anderer
Bereich.
Es ist sicherlich noch ne etwas
andere Diskussion, auch auf
Ebene der Therapieverbände, also
Therapiebündnis an die
Hochschulen und so gibt es ja
schon, aber da trotzdem gibt es
in den Bereichen der leider muss
ich sagen, in den Bereichen der
Physiotherapie und auch
Ergotherapie nicht unbedingt so
ne Geschlossenheit in dieser
Forderung wie wir die jetzt seit
10 Jahren nach außen vertreten.
Das ist ein bisschen schade,
aber es entwickelt sich.
Also ich sehe, ich sehe da auch
im Grunde genommen eine Chance
drin, dass das im Laufe der
nächsten 10 Jahre sich noch ganz
anders entwickeln wird und dann
dann sind die Berufe stark.
Mein Schock am UK war, dass ich
auf einmal gemerkt habe, wir
sind im Universitätsklinikum,
damals waren wir unter
technische Dienste eingeteilt,
was ist denn das, wir sind doch
kein Technikbuch alle
bescheuert, oder was?
Und man muss sich das mal
angucken, wo, wo, wo der Beruf
eingeordnet ist.
Auch die Physios und Ergos ne,
es gibt keine Therapiesäule ist
ne ganz alte Forderung.
Ja ich glaub da haben wir schon
vor 20 Jahren haben wir schon
gesagt Therapiesäule ist nicht
möglich ne einfach wenn das
gesondert als wenn wenn der
Bereich.
Ja, tatsächlich.
Auch identifiziert wird mal als
n sehr relevanter
Versorgungsbereich, nicht nur in
Anführungszeichen.
Die Pflege oder die
Hebammenwissenschaft, ja.
Dann ist noch was anderes und
und natürlich in, ich sag mal
so, in aller Rücksichtnahme, der
Diversität dieser Berufe, jeder
dieser Berufe hat n ganz eigenes
Profil, ganz eigene
Anforderungen, auch das ist
wichtig.
Das heißt, du hast jetzt ganz,
ganz viele Chancen angesprochen.
Das ist natürlich auch total
klar, woher das kommt.
Siehst du denn auch
Herausforderungen, die
vielleicht die hochschulische
Ausbildung dann auf diese
Zusammenarbeit mitbringen
könnte?
Oder es ist eher sehr positiv
der Weg, dass wir eigentlich
davon alle profitieren würden.
Also ich sag mal so, das hat
garantiert seine
Herausforderungen.
Also das wird auch nicht ohne
Probleme so ohne weiteres
möglich sein.
Ja, also dazu müsste man ja im
Grunde genommen, wobei ich dann
auch immer wieder sehe, dass die
Kollegen Kolleginnen, die so im
Bereich der sogenannten
Therapiewissenschaften, das gibt
es ja ne, also die Studiengänge
therapiewissenschaften oder so,
Göttingen ist ja auch so
ausgelegt, ne, aber dann hat man
eben halt seine
unterschiedlichen Schwerpunkte
und muss dann im Prinzip so n
bisschen da drum ringen, wie die
Gewichtung eigentlich ist.
Ich würde mal so sagen, das ist
sicherlich die Herausforderung,
weil auch da sind die
Diskussionen schon ziemlich alt.
Das heißt, Wer macht eigentlich
was und ist wofür zuständig, das
ist eine ganz schwierige
Diskussion, ich weiß noch vor 20
Jahren 25 Jahre ist das her, da
fing es mit den Schluckstörungen
an.
Ja, Ricky Nussor Müller, Busch,
meine liebe Freundin.
Die sich da so unheimlich
reingeschmissen hat.
Ja, da ging es darum, wer macht
ihr eigentlich was, ja, wieso
sind denn da jetzt auf einmal
auch die Logopäden zuständig?
Fragte dann auf einmal eine
Ergotherapeutin, fragte dann auf
einmal eine Physiotherapeutin,
ja, das heißt also, man muss
dann immer gucken, okay, wo sind
denn eigentlich die einzelnen
Schwerpunkte, also das muss
austariert werden, ich glaube,
da hat die Hochschule eine nicht
unwesentliche Aufgabe, auch mal
zu untersuchen.
Wer trägt mit welchem Bereich
eigentlich etwas zu einer
sachgerechten Versorgung dieser
multimorbiden Patienten, die im
Prinzip ja diese
interprofessionelle Versorgung
verlangen?
Wer trägt dazu bei?
Also ich finde da, das ist eine
Herausforderung, also das mal zu
untersuchen und damit auch die
Kollegen, Kolleginnen vor Ort,
die jetzt konkret arbeiten, ja
auch wissen, wie Sie etwas tun
können für.
Für den jeweiligen Patienten ist
ja wichtig und sich nicht
permanent quasi in die Quere
kommen oder Behaken.
Ja, da ist das Beispiel
Schluckschulung sicherlich total
prägend, weil zum Beispiel für
Miras und meine Realität ist es
ganz selbstverständlich, wie da
unsere Rolle in der Behandlung
ist, weil wir das durch unsere
hochschulische Ausbildung
entsprechend so gelernt haben.
Und natürlich kann man das
vermutlich auch für die
Kolleginnen aus der
Physiotherapie, in unserem Fall
jetzt Münzen, die ja mit uns das
sozusagen gemeinsam gelernt
haben, wir.
Wie ihre Rolle ist, und das
Macht das natürlich dann in der
Praxis für unsere aktuelle
Generation sicherlich einfacher,
weil wir entsprechend natürlich
mit diesem Wissen reingehen und
zum Beispiel, ich würde
behaupten, in der Ausbildung
hatte ich gar nicht das wissen,
dass das mal anders war.
Für mich war das so.
Das ist wunderbar zu hören.
Man stolpert aber in der Praxis
darüber.
Also ich hatte auch in meinem
Praktikum in der Ausbildung die
Diskussion dann eben mit
ergotherapeutinnen, wer ist
eigentlich dafür zuständig,
wieso macht ihr das jetzt und so
also.
In der Ausbildung ist das ja
schön und gut, wenn das so klar
getrennt wird und da schon klar
ist, wer macht was, aber in der
Praxis mit anderen Kolleginnen
stolpert man halt doch dann
immer wieder über diese
Diskussion und wenn man da eben
sich abgrenzen kann, das
erläutern kann und so, da hat
man natürlich eine andere Basis,
als wenn man da steht, oh ja,
stimmt, was mache ich hier
eigentlich, weiß ich auch nicht,
warum ich das jetzt mache oder
so ne ja.
Ja, und das ist dann doch noch
ein Weg.
Also es ist ja immer ein
Prozess.
Ihr habt das vielleicht in eurer
Ausbildung schon erlebt, aber
die Umsetzung, die dauert eben
halt in der Realität ziemlich
lange und ich find, da haben die
Hochschulen auch ne Aufgabe das
zu vermitteln.
Ne, also wenn jetzt
interprofessionalität
meinetwegen auf dem Kongress
präsentiert wird, beispielhaft
auch mal zu vermitteln, wie sich
das ausgestaltet und durchaus
auch mit den Kollegen,
kolleginnen, die da
zusammenarbeiten, die stehen
daneben halt mal zusammen auf
dem Podium und setzen sich über
bestimmte Dinge auseinander,
weil das hilft den Kolleginnen,
die das so nicht in ihrer
Ausbildung hatten, die
vielleicht Fortbildung gemacht
haben und sich dann da.
Da noch mal zu reflektieren, OK,
wann kann ich mir zum Beispiel
die Hilfe und Unterstützung von
der Physio von der ergo holen?
Vielleicht brauch ich sogar ne
Unterstützung von einer
Psychologin, keine Ahnung ne
also das sind so Geschichten die
ich total wichtig finde und die
ich auch durchaus herausfordernd
finde.
Ne, also die eigenen Kolleginnen
dann da auch mal so n bisschen
darüber aufzuklären.
Hör mal du bist hier nicht die
alleinseligmachende Person.
Ist nicht so leicht.
Ja, du hattest ja schon
angesprochen, dass so im
Vergleich zu den Ergos und
Physios die Logos vielleicht
schon so n bisschen
geschlossener auf den Blick
hochschulischer Ausbildung sind
und?
Dass da vielleicht eher noch die
anderen Berufsgruppen vielleicht
davon lernen können, von uns
einfach Geschlossenheit zu
zeigen, um den Weg schneller
voranschreiten zu können.
Aber wie ist es denn im
internationalen Vergleich, also
es ist ja schon eine
Besonderheit, dass Deutschland
da diesen aus
Berufsfachschulausbildungsweg
fährt, gibt es da vielleicht
etwas von unseren
internationalen europäischen
Partnerländern, was wir
vielleicht lernen können wie
wir?
Diesen Weg schneller, besser
keine Ahnung bestreiten können
hinsichtlich vielleicht auch
Interprofessioneller oder
internationaler Lehre oder auch
Forschung, versorgungspraxis,
dass man sich da irgendwie
vielleicht noch mehr
zusammentut.
Was sind deine Ideen dazu?
Also ich persönlich bewundere
die Kollegen Kolleginnen der Fno
Federation National de
Metophonist, also die Franzosen,
Französinnen, die mit einer
gewissen Unerbittlichkeit.
Vorgegangen sind, und deswegen
sind die für mich ein Beispiel,
nicht aufgeben. 1988, wie wir
die europäische Dachorganisation
gegründet haben, verfügten die
Franzosen über eine vierjährige
Ausbildung, die in so einem Semi
Bereich sich befand.
Das war keine Berufsfachschule,
das war auch.
Kein Hochschulbereich also.
Es war irgendwie so ein
komischer Zwitter, trotzdem
waren die irgendwie in der
Politik eher so Angelagert, auch
aufgrund der Voraussetzungen zum
Zugang zur Ausbildung.
Abitur war ganz eigentlich
völlig normal.
Also damals hieß das Prinzip
immer Bug plus 4 also.
Abitur plus vierjährige
Ausbildung so und mit der
Bologna Reform 99 wurde dann
auch in Frankreich wurden die
ganzen Studiengänge umgestellt
und dann wurde auch die
französische Ausbildung
reformiert und auf einmal in
dieses Bachelorschema geschoben
und die Kollegen verloren auf
einmal ein ganzes Jahr.
Unglaublich, da sind die auf die
Barrikaden gegangen, die.
Die haben auch Demonstrationen,
da damals vom Kultusministerium.
Also die sind auf die Barrikaden
gegangen und haben darum
gekämpft, eine vierjährige
Bachelor Qualifikation zu
bekommen, nachdem die die hatten
haben die dafür gekämpft eine
fünfjährige Ausbildung zu haben,
damit sie ihren Master kriegen,
die haben seit 10 Jahren seit 10
Jahren haben die den Master der
zur Zulassung als
Freiberufliche.
Freiberuflicher Tätigkeit
qualifiziert da haben die für
gekämpft.
Also für mich sind die ein
Beispiel, nicht aufgeben.
Ich habe ein Ziel vor Augen und
ich mache weiter, finde ich
super, die Österreicherinnen,
die sind für mich sogar kein
Vorbild, obwohl die eigentlich
ja weil die haben, die haben
einen Bachelorabschluss in der
Hochschule bekommen, der ist
quasi verordnet worden,
eigentlich wollten die ja gar
nicht.
Kann mich gut erinnern.
Die erste Fachhochschule, die
aufgemacht hatte in Graz, das
war schon auch nicht unbedingt
gut gelitten in Österreich von
allen, gerade die Kollegen,
Kolleginnen, die an den
Berufsfachschulen, an den
Akademien, Akademien nannte sich
das gearbeitet haben, fanden das
nicht gut, zu theoretisch keine
Praxis, dieser ganze Kram
eigentlich so.
Was aber überhaupt nicht
stimmte.
Nicht weil die Grazer Schule,
die hatte von vornherein
therapieräume mit
Einwegscheiben, so wie wir das
kennen, hat eine deutsche
Kollegin aufgebaut.
Angelika Rother hat das
aufgebaut, super, und die
Österreicher sind eigentlich
gegen ihren Willen da
angekommen, wo sie jetzt sind,
weil der, weil der
österreichische Staat, der hat
das ganz schnell gemacht, die
sind von den Özis kann man
eigentlich, da könnten Politiker
lernen.
Ein bisschen pragmatischer zu
sein, ja, das ist so.
Die Österreicher sind in die EU
gekommen, 1995, was haben die
gemacht, die zweijährige
Ausbildung in eine Dreijährige
umgewandelt, damit das im EU
Level entspricht, haben die
einfach gemacht mit einem Mal
von 2 nach 395.
Ja, dann so.
Dann kam die Bologna Reform,
dann haben sich überlegt, oh,
wir müssen dem Oh, ja, dann
müssen wir da eine Angleichung
machen, haben die da ihr ihr
sogenanntes Mtd Gesetz gemacht,
dreijährige Ausbildung auf jeden
Fall Bachelor für alle alle
Berufe die im Gesundheitswesen
arbeiten müssen diesen Bachelor
haben wie die Jungfrau zum Kinde
sind die dahin gekommen das Irre
und jetzt gebetszeit glaube ich.
10 Jahren nur noch
Fachhochschulen Ausbildung also,
die haben völlig zack, zack,
zack, haben die das umgesetzt,
also das ist das könnten die
Politiker lernen, hier in
Deutschland, so kann man das
machen, die sind völlig
pragmatisch da wirklich, das ist
irre so, und wir sind im Grunde
genommen ja, wir sind die
letzten Mohikaner, wir sind
übergeblieben, uns gibt es
wirklich.
Alleine auf der Welt, um es zu
sagen, das ist wirklich, wir
sind Exoten, aber das trifft ja
nicht nur auf uns zu, das ist ja
bei den Physios und Ergos
genauso.
Ja, also im Grunde genommen ist
ja so, die Physios und Ergos,
die haben das auf EU Ebene ja
ganz genauso, der ergo verband,
die sind international
organisiert, die sind europaweit
organisiert, die Physios auch,
das nützt denen alles nichts,
wenn man die Europakarte zieht,
ich hab das in meinem lang
langjährigen Zeit so gemerkt,
dann interessiert das in
Deutschland eigentlich kaum.
Jemand, das finden die überhaupt
nicht überzeugend, das ist sehr
erstaunlich, weil ich am Anfang
gedacht habe, och, das ist doch
mal eine gute Karte, könntest
du, nee, nee, nee, ist nicht,
ist gar nicht interessiert,
keinen Menschen, och ja, ist
sowieso ein ungeregelter Bereich
auf EU Ebene haben wir keine
Richtlinie, hatten wir immer so
irgendwelche Sonderregelungen
und von daher gesehen ist das
entbehrlich.
Das ist übrigens der große
Unterschied zur Pflege.
Und zu den Hebammen.
Ne, die Hebammen hatten immer
das Glück ne eigene Richtlinie
zu haben und ich glaub die
deutsche Politik hat nicht
gemerkt 99, dass sie tatsächlich
zugestimmt hat, das auf
Hochschulebene zu machen, das
haben die irgendwie nicht
gemerkt und deswegen die die
mussten das machen, die mussten
das machen, ja.
Und bei der Pflege ist n
bisschen ähnlich, aber da gibt
es irgendwie noch so ne.
Also da ist da kommt man mit der
Teilakademisierung wie im
Pflegeberufegesetz festgelegt
ist noch so durch, das geht,
weil es da auch 2 Niveaus gibt,
aber im Grunde genommen ist das
auch wieder Apple mit Birnen
verglichen, aber ist egal.
Und bei den Therapieberufen?
Da ist nichts geregelt.
Auf EU Ebene hast.
Du Hypothesen oder Theorien
warum das so ist?
Warum interessiert das in
Deutschland niemanden, dass wir
da als einziges Land auf der
Karte noch nicht akademisiert
sind beziehungsweise noch nicht
in der hochschulischen
Ausbildung so flächendeckend
umgesetzt?
Sind also wenn ich das jetzt nur
auf unseren Bereich beziehe,
Logopädie, Sprachtherapie, wir
sind die kleinste
Therapiegruppe.
Wir sind quasi fast nicht
existent, also in den Köpfen der
Politiker.
Wir haben uns sehr stark
bemerkbar gemacht in den
vergangenen Jahren, also auch
Physios und Ergos, also das ist
so und in der Zeit, ich weiß
nicht, die haben ja sogar mal
diskutiert, ob sie uns komplett
aus der Versorgung rausnehmen,
aus der Pflichtversorgung Herr
Seehofer war das damals ja, Herr
Seehofer wollte aus Spargründen
und.
Alle Therapiebereiche streichen,
das heißt für die Politik, und
das ist auch heute noch so, ist
nach wie vor viel
entscheidender, wieviel Geld
kostet das ja, und es ist immer
eine Unterschätzung eigentlich
der ja, der Leistung, die die
unterschiedlichen
Therapiebereiche tatsächlich im
Bereich der Versorgung
erbringen.
Das ist einfach eine
Unterschätzung.
Jeder Politiker, der eigene
Erfahrungen gemacht hat, den
Können sie umdrehen.
Das ist ganz nein, das ist ganz
interessant, wenn jemand im
eigenen Umfeld erlebt, wie, was
weiß ich ein ein naher
Verwandter jetzt therapeutisch
mit der Aphasie versorgt worden
ist oder ein schwer
entwicklungsgestörtes Kind auf
einmal anfängt zu kommunizieren.
Oder jemand, der einen
Stimmverlust erlitten hat, auf
einmal aphon ist und dann auf
einmal die Stimme wieder kriegt.
Die Leute verstehen, was das für
ein Job ist und dass das nicht
so, dass man nicht tun kann, als
wäre da nichts, ja so, und das
ist so ein bisschen die
Schwierigkeit, die ich sehe,
dass nach wie vor viele, die im
Gesundheitswesen das sagen
haben, sage ich jetzt mal.
Leider zu wenig Einblick in die
Bereiche haben.
Man kann das übrigens auch
überhaupt nicht erwarten.
Ich klär immer gerne auf und
konfrontier auch immer gerne die
jeweilige Ebene mit dem, was wir
zur Verfügung stellen.
Übrigens ganz interessant jetzt
gerade unser Bereich, der
zeichnet sich ja dadurch aus,
dass wir ja eine eigenständige
Anamnese und Befuterhebung
machen, wir können ja Diagnostik
abrechnen sogar.
Ja.
Das können sie gar nicht
aushalten, wenn Sie das
erwähnen, dann sind die immer
alle ganz erstaunt, wie das denn
sein kann und dann sag ich immer
ja, hören Sie mal.
Das ist 1980 im Logopädengesetz
als Teil der Ausbildung
festgelegt worden, das Wissen
die gar nicht, ja, damit muss
man leben, da bin ich jetzt
völlig tiefenentspannt und die
einzige Chance ist tatsächlich
auch aufzuklären.
Immer wieder aufzuklären.
Wir sind sehr bald gekommen
mittlerweile und ich kann das
ablesen an den Rückmeldungen auf
unsere Wahlprüfsteine.
Also wir haben auch in diesem
Jahr ja schon wieder fleißig
verschickt und ich klär dann
immer gerne, je nachdem wie die
Reaktion ausfällt, dann doch
noch mal über unseren Bereich
auf und auch über die Situation
im eigenen Bundesland.
Meist gar nicht bekannt gut ist,
so regt mich nicht auf, ich
denke, wir sind so ein kleiner
Bereich, das kann man nicht
erwarten und deswegen sage ich
so zukünftig glaube ich, wird es
wichtig sein, wenn denn
tatsächlich die Berufsgesetze
dann mal aktualisiert sind, die
müssen unbedingt aktualisiert,
das kann gar nicht sein, dass
das so bleibt, wie es ist.
Dann müssen diese Berufe
tatsächlich sich richtig dafür
stark machen, dass sie stärker
gehört werden noch als das, was
jetzt im Moment tatsächlich.
Ja, du hattest ja gerade schon
angesprochen, dass dass er aus
Kostengründen auch sogar ganz
rausgeschmissen werden würde.
Ja, das heißt, könnte es
vielleicht sein, dass dieses
ewige, Ach, wir machen mal
modellstudiengänge und noch mal
Verlängerung der Modell und noch
mal Verlängerung vielleicht doch
nicht?
Und dass das vielleicht einfach
so ne Art Taktik der Politik
ist, weil sie wissen, dass es im
Zweifel teurer werden würde mit
der hochschulischen Ausbildung,
weil aufgrund der höheren
Qualifikation vielleicht auch
die Vergütungsverhandlungen
anders ausfallen müssten.
Das ist sicherlich so, das
stimmt zum Teil.
Auf der anderen Seite gibt es ja
jetzt mittlerweile das Gutachten
des deutschen
Krankenhausinstitutes zur
Finanzierung der Ausbildung in
den Therapieberufen und danach
ist im Grunde genommen
eigentlich der Gau die
Ausbildungsvergütung, das heißt
die Zahlung der
Ausbildungsvergütung
verdreifacht die Kosten, das
muss man sich mal vorstellen,
das ist einfach nur total irre.
Und wir lehnen ja die Zahlung
einer Ausbildungsvergütung ab.
Das ist übrigens auch etwas, was
wir, was uns unterscheidet von
Physios und Ergos, und das liegt
im Wesentlichen daran, dass wir
ein völlig anderes Verständnis
von therapeutischer
Qualifikation und Ausbildung
haben als Physios und Ergos ne,
also unser Verständnis ist
dadurch geprägt, dass in der
internen Ausbildung, also in der
Verantwortung der
Ausbildungseinrichtung einer
Hochschule.
Die grundlagentherapeutischer
Kompetenz gelegt werden, die
dann nur erinnern, Externen
vertieft werden.
Bei Physios und Ergos ist das
komplett ausgelagert, das heißt
die Arbeiten völlig anders, da
kann ich nachvollziehen, dass
dann da zum Teil auch
Ausbildungsvergütung bezahlt
wird, wo ich es auf jeden Fall
nachvollziehen kann ist.
Im Bereich der Pflege oder auch
Hebammenwissenschaften, wo dann
die, deren Einsatz tatsächlich
in Einrichtungen eingeplant ist,
aber in der Logopädie ist das
undenkbar.
Unser unser Bereich ist sehr
divers, das heißt also, der
Anspruch ist ja der, das haben
wir auch im in der
Ausbildungsordnung des AK so
formuliert, der Anspruch soll
der sein.
In mindestens 3
unterschiedlichen
Störungsbereichen mit
Erwachsenen und Kindern.
Therapeutische Erfahrung an der
Hochschule zu sammeln, das
Prinzip kennen Physios und Ergos
so nicht und deswegen sagen wir
die Zahlung einer
Ausbildungsvergütung.
Die soll auf gar keinen Fall
erfolgen und wenn man nur ein,
ich sag mal, das Gesetz
tatsächlich nur die
hochschulische Ebene
festschreibt und keine
Ausbildungsvergütung zahlt.
Ist die Ausbildung billiger als
Berufsfachschule plus
Ausbildungsvergütung?
Das ist so, das sagen die Zahlen
des deutschen
Krankenhausinstituts, deswegen
ist das eigentlich auch eine
völlig schräge Argumentation,
und die meisten überrascht das
immer so ein bisschen, einfach
weil die komische Fantasiezahlen
zur Finanzierung der
Hochschulausbildung haben, also
das ist so ein bisschen weiß ich
nicht, wo sie jetzt.
Es kommt glaube ich eher daher.
Hochschulische Ausbildung ist
auf jeden Fall teurer als
berufsfachschulische Ausbildung
und die klammert dann diese
Finanzierung jetzt mit der
Ausbildungsvergütung komplett
aus.
Ja, ja, ich gucke gerade noch
mal so ein bisschen auf die
Zeit, weil wir schon sehr lange
am ja, am diskutieren und
spannenden Themen besprechen
sind.
Sind jetzt wirklich von
Vergütung über Ausbildung,
internationale Bereiche und so
weiter weil wir viel abgedeckt.
Wenn du zum Abschluss noch einen
Wunsch frei hättest zu diesem
Thema, welcher wäre das?
Welcher wäre das?
Es wäre natürlich, dass wir ein
Berufsgesetz mit hochschulischer
Ausbildung für einen Heilberuf
bekommen in dem Bereich in
unserem Bereich und dass dies
möglichst zeitnah passiert,
damit die ganze Entwicklung, die
wir jetzt schon erreicht haben,
auch sich tatsächlich etablieren
kann und.
Und alle Kollegen, Kolleginnen,
die sich ja jetzt schon auf den
Weg gemacht haben,
Hochschulstudiengänge
einzurichten oder ne Planung
dafür haben wir in Göttingen ja.
Dass die auch wirklich Fuß
fassen können, ne, also dass
dieses Ausbremsen aufhört und
der Impuls auch von Bundesebene
gesetzt.
Es wird eine hochschulische
Ausbildung und dann damit im
Grunde genommen eigentlich, wenn
es dann konkret losgeht, auch
alle mit auf den Zug aufspringen
können, die ja jetzt schon quasi
am Fahren sind, aber ihren
Waggon noch nicht annehmen
können an die Lok.
Ja, wenn ich das mal so sagen
darf, ja, das ist ja wirklich
blöd.
Und wir dann damit auch
tatsächlich ein
Wissenschaftsgebiet aufbauen
können, um unsere eigenen
Fragestellungen und Themen
einbringen zu können.
Ne, das ist ja wichtig.
Ja, das wünsche ich mir und ich
wünsche mir natürlich, dass ich
es sehr.
Liebe, wir drücken ganz fest die
Daumen, dass es vor allem der
Wunsch zeitnah in Erfüllung
geht.
Ja, also den Wunsch habe ich mir
fast gedacht, aber ich finde vor
allem noch mal schön, dass du
auch sagst, dass es sowohl
dieses zeitnah ist, aber auch
eben diese eigentliche, dass es
eigentlich nicht darum geht,
einen großen neuen Schritt zu
wagen, sondern quasi die
eigentliche Realität abzubilden.
Ne, das ist glaube ich was, was
man irgendwie hier noch mal
zusammenfassend gut mitnehmen
kann.
Ja vielen vielen Dank, dass du
bei uns warst, Linda und über
das spannende Thema mit uns
gesprochen hast.
Sehr gerne.
Das war's für heute mit dem
Göttinger Dialogo.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Wenn ihr Fragen oder Anregungen
zu dem Thema habt oder noch
weitere Ideen, die wir im
Podcast mit aufnehmen sollen,
dann schreibt sie uns gerne per
Mail die Kontaktdaten und die
weiteren Infos zu dieser Folge
könnt ihr in den Shownotes
nachlesen.
Wir hoffen, dass euch die
heutige Folge gefallen hat und
ihr auch beim nächsten Mal
wieder mit dabei seid, ob wir
uns schon auf die neue Folge und
weitere spannende Themen freuen.
Na Logo.
Das war Dialogo der Logopädie
Podcast des Gesundheitscampus
Göttingen, eine Kooperation der
HAWK Hochschule für angewandte
Wissenschaft und Kunst
Hildesheim, Holzminden,
Göttingen und der UMG
Universitätsmedizin Göttingen.